Samstag, 8. Mai 2021

Nova Cas 21 = V1405 Cas, zweites Maximum

 

In den letzen Tagen war die Nova allmählich wieder heller geworden und am 7.5. stieg die Helligkeit rasch auf 6,0 Größenklassen an. Die Nova ist damit ein leichtes Feldstecherobjekt geworden.

Das Bild enstand mit der gleichen einfachen Methode, wie die vom 19.3. Die Nova ist nun mit Abstand das hellste Objekt auf dem Bild.

Die Lichtkurve mit dem dem Ausbruch im März und dem zweiten Helligkeitsanstieg Anfang Mai


Samstag, 20. März 2021

Nova in der Kassiopeia nahe M52

Am 18. März 2021 entdeckte der Japaner Yuji Nakamura in der Kassiopeia eine Nova, die mit der achten Größenklasse recht hell und auch für kleine Fernrohre gut erreichbar ist. Sie erhielt inzwischen die GCVS-Bezeichnung V1405 Cas.

Diese Helligkeit reichte, um am Abend des 19.3. mit einer sehr primitiven Methode Aufnahmen zu machen. Ich hielt eine Sony RX100 an das Okular eines 150mm-Dobsons und fotografierte im Nachtmodus.

Die Nova ist mit einem roten Strich markiert.


Etwas deutlicher ist sie zu sehen, wenn das Bild gequält wird. 

Am Himmel ist die Nova mit dem Fernrohr leicht in unmittelbarer Nähe des Offenen Sternhaufens M52 zu finden. 

Bildquelle: Cartes du Ciel

Als Aufsuchhilfe eignen sich die beiden gelb markierten Dreiecke. Alternativ können die Koordinaten R.A. 23h 24min 47.73s  Decl. +61° 11' 14.8'' (2000) eingestellt werden. Verwenbar sind auch Kartenwerke mit Suchhilfen für Deep Sky Objekte. Mit dem Karkoschka oder etwas ähnlichem kann man den M52 aufsuchen.

Die Karten der AAVSO enthalten Helligkeiten von Vergleichssternen, die für visuelle Schätzungen genutzt werden. Diese Helleigkeiten können auch als Tabelle für Fotometrie heruntergeladen werden.

Die Karten sind entsprechend dem Anblick im astronomischen Fernrohr kopfstehend.

Karte AB (7,5° breit)

Diese Übersichtskarte enthält die beiden o.g. Dreiecke und Sterne bis zur zehnten Größenklasse.

 Karte C (2° breit)

Die Karte enthält Sterne bis zur zwölften Größenklasse. Der M52 ist auch zu sehen.

Karte D (1° breit)

Sterne bis zur 14. Größenklasse für Beobachtungen, wenn die Helligkeit der Nova stark abgesunken ist 

Novae gehören zu den Veränderlichen Sternen. Weitere Infos zu diesem Thema gibt es bei der BAV.

Montag, 21. Dezember 2020

Konjunktion am Abendhimmel: Saturn und Jupiter - so nah wie selten

Seit vielen Monaten sind die beiden großen und hellen Planeten Jupiter und Saturn am Abendhimmel zu sehen und kommen sich immer näher. Jupiter und Saturn waren am frühen Abend im Südwesten zu sehen. Beide Planeten sind so hell, dass sie schon in der frühen Abenddämmerung auftauchen. Etwa eine Dreiviertelstunde nach Sonnenuntergang ist es dunkel genug für Jupiter und Saturn. Viel Zeit bleibt Beobachtern allerdings nicht: Etwa anderthalb Stunden später versinken erst Saturn, dann Jupiter in den Dunstschichten am Horizont.

Am 21.12.2020 gegen 17:00 Uhr erreichte die Annäherung die beiden Planeten den nächsten Punkt, mit einem Abstand von nur sechs Bogenminuten. So nah beieinander sind die beiden Planeten nur sehr, sehr selten zu sehen - das nächste Mal erst im Jahr 2080. In Altenburg gelang dank einer kurzen Wolkenlücke diese Aufnahme:

Da die Planeten im Sonnensystem unterschiedlich schnell um die Sonne kreisen, überholen sie sich gegenseitig auch immer wieder, ganz regelmäßig. So auch Jupiter den weiter außen liegenden Saturn: Jupiter braucht zwölf Jahre, um einmal die Sonne zu umrunden, Saturn dagegen dreißig Jahre. Dadurch ist Saturn, wenn Jupiter eine Runde vollführt hat, auf seiner eigenen Bahn ein ganzes Stück weitergezogen.

Alle 20 Jahre holt Jupiter Saturn ein und überholt ihn erneut auf der Innenbahn: Eine "Große Konjunktion" findet statt. Zuletzt war das am 31. Mai 2000 der Fall, die nächste nach 2020 wird sich am 31. Oktober 2040 ereignen. Doch beide Male mit weitaus größerem Abstand als diesmal. Die Distanz zwischen Jupiter und Saturn ist bei jeder Großen Konjunktion anders. Würden beide Planeten exakt auf der gleichen Ebene wie die Erde um die Sonne kreisen, gäbe es zur Großen Konjunktion gar keinen Abstand mehr: Jupiter würde Saturn verdecken, so wie der Mond die Sonne bei einer Sonnenfinsternis.

Doch die Ebenen beider Planeten sind zueinander und zur Ebene der Erde etwas geneigt - und die Winkel dieser Neigungen sind bei jeder Großen Konjunktion ein bisschen anders. Jupiter zieht dieses Mal etwas unterhalb von Saturn vorüber. Erst in 60 Jahren wird es nochmals so eng zwischen den zwei Planeten werden.

Quelle: tagesschau.de

Donnerstag, 23. Juli 2020

Komet C/2020 F3 NEOWISE am 22.7.2020

Eine Aufnahme vom 21.7.2020 am Leipziger(!) Himmel. In dieser Nacht war der Himmel über Altlindenau ungewöhnlich dunkel. Das SQM-L zeigte 19.46 Größenklassen je Quadratbogensekunde und die Milchstraße war leicht angedeutet.

Aufnahmedaten:
Canon EOS 1000D
f  = 200mm, f/5,6
24 x 30s, nachgeführt mit iOptron, gestackt mit Digital Sky Stacker (Modus, bei dem Komet und Sterne getrennt gestackt werden)

Sonntag, 19. Juli 2020

Komet C/2020 F3 NEOWISE am 19.7.2020

Eine Aufnahme vom 21.7.2020 am Nachthimmel des Altenburger Landes. Aufgenommen von Gerstenberg aus, der Schweif wur wunderbar zu sehen und wurde in der unten gezeigten Aufnahme mit Photoshop bearbeitet, um dessen Farbbild hervorzuheben.

Mittwoch, 15. Juli 2020

Earth Night 2020

Komet C/2020 F3 NEOWISE mit bloßem Auge sichtbar




Komet Komet C/2020 F3 NEOWISE ist zur Zeit mit bloßem Auge sichtbar. Der Komet wurde erst am 27. März vom Satelliten NEOWISE entdeckt, überstand die Annäherung an die Sonne auf 47 Mio km und wurde danach am Morgenhimmel mit bloßem Auge sichtbar.

Bahndaten und Aufsuchkarten sind auf einer Seite der Wiener Astronomischen Arbeitsgemeinschaft zu finden. Wenn der Komet allmählich verblasst und nur noch mit dem Fernglas sichtbar sein wird, helfen auch Apps, wie Mobile Observatory beim Auffinden.